{"id":1318,"date":"2025-07-21T18:44:01","date_gmt":"2025-07-21T16:44:01","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-brandenburg.de\/?p=1318"},"modified":"2025-07-21T18:44:02","modified_gmt":"2025-07-21T16:44:02","slug":"lehrergewerkschaft-analysiert-auswirkungen-der-kuerzungsorgie-stellenkuerzungen-verheerender-als-offiziell-verkuendet-buendnisgruene-schulen-werden-zu-schulfabriken-lehrkraefte-zu-akkord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/lehrergewerkschaft-analysiert-auswirkungen-der-kuerzungsorgie-stellenkuerzungen-verheerender-als-offiziell-verkuendet-buendnisgruene-schulen-werden-zu-schulfabriken-lehrkraefte-zu-akkord\/","title":{"rendered":"Lehrergewerkschaft analysiert Auswirkungen der K\u00fcrzungsorgie \u2013 Stellenk\u00fcrzungen verheerender als offiziell verk\u00fcndet. B\u00fcndnisgr\u00fcne: Schulen werden zu Schulfabriken, Lehrkr\u00e4fte zu Akkord-Fabrikarbeitern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lehrergewerkschaft GEW-Brandenburg hat in ihrer aktuellen Mitgliederzeitschrift E&amp;W plus umfangreich die Haushaltsbeschl\u00fcsse der Landesregierung und deren Auswirkungen analysiert \u2013 mit erschreckenden Ergebnissen. Bis 2027 sollten demnach \u00fcber 2.200 Lehrerstellen gestrichen oder nicht neu geschaffen werden, obwohl die Sch\u00fclerzahl von aktuell 322.198 im Schuljahr 2024\/25 auf voraussichtlich 331.015 im Jahr 2027\/28 steigen w\u00fcrde. Bisher war offiziell von 445 zu streichenden Stellen die Rede. Die GEW zeigt jedoch auf, dass es in Wahrheit um ein Vielfaches mehr gehe, da durch steigende Sch\u00fclerzahlen eigentlich sogar neue Stellen geschaffen werden m\u00fcssten, um die Bildungsqualit\u00e4t zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Dies verschlechtert die Lehrer-Sch\u00fcler-Relation gleich doppelt: Einerseits st\u00fcnden weniger Lehrkr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung, andererseits w\u00fcrden die Klassen immer gr\u00f6\u00dfer&#8220;, sagt Clemens Rostock, Landesvorsitzender der B\u00fcndnisgr\u00fcnen. \u201eAus diesem sich verschlechternden Verh\u00e4ltnis folgt naturgegeben: mehr Elterngespr\u00e4che pro Lehrkraft und weniger Zeit f\u00fcr Arbeitsgemeinschaften, Wandertage und andere Aktivit\u00e4ten, f\u00fcr die sich Lehrkr\u00e4fte ohnehin schon ehrenamtlich engagieren. Schulen werden so zu Schulfabriken und Lehrkr\u00e4fte zu Akkord-Fabrikarbeitern. Das k\u00f6nnen und d\u00fcrfen wir nicht hinnehmen&#8220;, so Rostock.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allein in den kommenden beiden Schuljahren (2025\/26 und 2026\/27) w\u00fcrden laut Gewerkschaft 1.279 Lehrerstellen wegfallen, und weitere 1.000 neue Stellen w\u00fcrden trotz steigender Sch\u00fclerzahlen nicht geschaffen. Besonders dramatisch sei die Lage an den Grundschulen, die bis 2027 insgesamt 1.197 Stellen verlieren k\u00f6nnten. In den Sekundarstufen I und II w\u00fcrden 697 Stellen gestrichen, in den F\u00f6rderschulen 457 Stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDiese K\u00fcrzungen sind ein Schlag ins Gesicht f\u00fcr alle, die an eine gute Bildung in Brandenburg glauben. Besonders Kinder aus sozial benachteiligten Familien w\u00fcrden dadurch noch weiter abgeh\u00e4ngt, weil sie die Unterst\u00fctzung und individuelle Zuwendung am dringendsten brauchen. Das ist bildungspolitischer Blindflug sondergleichen\u201c, sagt Rostock: \u201eWir Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen fordern die Landesregierung auf, die geplanten Einsparungen sofort zu stoppen und stattdessen ein Zukunftspaket f\u00fcr Schulen zu schn\u00fcren, das Lehrkr\u00e4fte entlastet und die Bildungsqualit\u00e4t verbessert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die finanziellen K\u00fcrzungen w\u00e4ren laut GEW massiv: Im Jahr 2025 w\u00fcrden bereits 126 Millionen Euro fehlen, 2026 w\u00fcrde die L\u00fccke auf 171 Millionen Euro steigen. Insgesamt w\u00fcrden damit 297 Millionen Euro nicht f\u00fcr Schulen bereitgestellt. Zus\u00e4tzlich w\u00fcrden globale Minderausgaben in H\u00f6he von 17 Millionen Euro im Jahr 2025 die Schulen belasten, was dem Gegenwert von 227 weiteren Lehrerstellen entspr\u00e4che. Zugleich m\u00fcsste man davon ausgehen, dass nicht alle Stellen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte den Schulen auch tats\u00e4chlich zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, da viele Lehrkr\u00e4fte in die Lehrerausbildung oder andere Projekte abgeordnet w\u00fcrden. Diese Situation w\u00fcrde die Lehrer-Sch\u00fcler-Relation sp\u00fcrbar verschlechtern. Lag der bisherige Richtwert noch bei 1:14,3, w\u00fcrde dieser auf 1:15,5 im Schuljahr 2024\/25, auf 1:16,7 im Jahr 2025\/26 und schlie\u00dflich auf 1:16,9 im Jahr 2026\/27 steigen. Unter Einbeziehung dieser Abordnungen l\u00e4ge die reale Relation sogar \u00fcber 1:20.<br><br>\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026<br>Mehr Informationen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitgliederzeitschrift E&amp;Wplus 07\/08\u20132025<br><a href=\"https:\/\/www.gew-brandenburg.de\/service\/eundwplus\/\">https:\/\/www.gew-brandenburg.de\/service\/eundwplus\/#<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lehrergewerkschaft GEW-Brandenburg hat in ihrer aktuellen Mitgliederzeitschrift E&amp;W plus umfangreich die Haushaltsbeschl\u00fcsse der Landesregierung und deren Auswirkungen analysiert \u2013 mit erschreckenden Ergebnissen. 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