{"id":1523,"date":"2025-09-22T11:53:03","date_gmt":"2025-09-22T09:53:03","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-brandenburg.de\/?p=1523"},"modified":"2025-09-22T11:53:04","modified_gmt":"2025-09-22T09:53:04","slug":"gestank-umweltbelastung-gewinne-im-steuerparadies-brandenburger-buendnisgruene-kritisieren-ausbauplaene-von-wiesenhof-in-niederlehme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/gestank-umweltbelastung-gewinne-im-steuerparadies-brandenburger-buendnisgruene-kritisieren-ausbauplaene-von-wiesenhof-in-niederlehme\/","title":{"rendered":"Gestank, Umweltbelastung, Gewinne im Steuerparadies: Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcne kritisieren Ausbaupl\u00e4ne von Wiesenhof in Niederlehme"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen sehen die geplante Erweiterung des Wiesenhof-Schlachthofs in Niederlehme bei K\u00f6nigs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) \u00e4u\u00dferst kritisch und mahnen die Verantwortlichen in Stadt und Land, den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt endlich ernst zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Pl\u00e4ne zur massiven Erweiterung des Gefl\u00fcgelschlachthofs in Niederlehme werfen erhebliche Fragen auf. Schon heute klagen Anwohnerinnen und Anwohner \u00fcber eine unertr\u00e4gliche Geruchsbelastung, die mit \u201aVerwesung\u2018 beschrieben wird. Dass die Kapazit\u00e4t nun von 90.000 auf bis zu 120.000 Tiere pro Tag steigen soll, versch\u00e4rft diese Sorgen noch einmal deutlich\u201c, kritisiert Dr. Andrea L\u00fcbcke, Landesvorsitzende der Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen. Eine Petition der B\u00fcrgerinitiative mit fast 2.000 Unterschriften zeigt, wie gro\u00df der Widerstand bereits ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Genehmigungsbeh\u00f6rden stehen in der Pflicht, s\u00e4mtliche Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Lebensqualit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung sehr genau zu pr\u00fcfen. \u201eDer Schutz der Menschen vor Ort muss dabei an erster Stelle stehen \u2013 und nicht kurzfristige wirtschaftliche Interessen. Wir erwarten, dass im Verfahren nicht nur die baulichen Erweiterungen des Schlachthofs betrachtet werden, sondern auch die mit dem Ausbau verbundenen Belastungen durch Mastanlagen, Ger\u00fcche, Wasserverbrauch und Tiertransporte. Es reicht nicht, wenn Verantwortliche auf dem Papier versichern, dass die Belastungen minimal seien\u201c, mahnt L\u00fcbcke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen warnen zudem die Stadtverordnetenversammlung davor, sich von den PR-Strategien des Konzerns &#8222;einlullen&#8220; zu lassen. L\u00fcbcke: \u201eW\u00e4hrend Wiesenhof mit Gefl\u00fcgelfleisch Milliarden verdient, zahlt der Konzern seine Steuern nicht dort, wo die Menschen unter Gestank, Wasserknappheit und Verkehrsbelastung leiden, sondern im Steuerparadies Liechtenstein. Die Region tr\u00e4gt die Kosten \u2013 Wiesenhof zieht den Profit. Neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen durch die geplante Erweiterung ebenfalls nicht.\u201c<br><br>\u201eWie viel Tierleid, Umweltzerst\u00f6rung und gesundheitliche Risiken sind uns Profit und Milliardenums\u00e4tze wert?\u201c, fragt Anne Kotula, Sprecherin der Gr\u00fcnen in K\u00f6nigs Wusterhausen. \u201eDie Pl\u00e4ne von Wiesenhof dienen v\u00f6llig einseitig Konzerninteressen, nicht nur auf Kosten der Tiere, sondern auch auf Kosten der Menschen, insbesondere vor Ort.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Niederlehme sollen k\u00fcnftig 120.000 Tiere pro Tag geschlachtet werden \u2013 viermal so viele, wie in ganz Brandenburg t\u00e4glich verzehrt werden. Schon heute verf\u00fcgt der Schlachthof \u00fcber eine Genehmigung zur Entnahme von rund 660.000 Litern Wasser. Diese Menge wird derzeit noch nicht ausgesch\u00f6pft \u2013 mit der geplanten Erweiterung jedoch soll das volle Kontingent genutzt werden. In einer Region, die bereits unter zunehmendem Wasserstress leidet, ist das eine unzumutbare Belastung. Der massive Einsatz von Antibiotika belastet Gew\u00e4sser, f\u00f6rdert resistente Keime und gef\u00e4hrdet die menschliche Gesundheit. Die Haltung und Z\u00fcchtung der Masth\u00fchner f\u00fchrt zudem zu extremem Tierleid. Schlie\u00dflich tragen Soja-Futtermittelimporte und Massentierhaltung erheblich zur Freisetzung von CO\u2082 bei und heizen die Klimakrise weiter an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung von K\u00f6nigs Wusterhausen am 13. Oktober mahnt Peter Schillinger, Kreisvorsitzender der B\u00fcndnisgr\u00fcnen Dahme-Spreewald. \u201eWeder die Stadt K\u00f6nigs Wusterhausen noch die Menschen in der Region profitieren in irgendeiner Weise von dieser Erweiterung. Sie sind ausschlie\u00dflich mit den negativen Folgen belastet. Wir fordern, dass die Stadtverordnetenversammlung K\u00f6nigs Wusterhausen die Pl\u00e4ne von Wiesenhof kritisch hinterfragt und die Interessen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in den Vordergrund stellt. Die Erweiterung des Schlachthofs darf nicht auf Kosten unserer Umwelt, unserer Gesundheit und des Tierwohls gehen.\u201c<br>\u2026\u2026<br>Mehr Informationen<br><a href=\"https:\/\/weact.campact.de\/petitions\/erweiterung-der-wiesenhof-schlachtfabrik-stoppen\">https:\/\/weact.campact.de\/petitions\/erweiterung-der-wiesenhof-schlachtfabrik-stoppen<\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen sehen die geplante Erweiterung des Wiesenhof-Schlachthofs in Niederlehme bei K\u00f6nigs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) \u00e4u\u00dferst kritisch und mahnen die Verantwortlichen in Stadt und Land, den Schutz von Mensch, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":1259,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[10],"class_list":["post-1523","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pressemitteilung","tag-umwelt-und-naturschutz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/678"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1523"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1524,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1523\/revisions\/1524"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1259"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}