{"id":1594,"date":"2025-10-08T12:51:46","date_gmt":"2025-10-08T10:51:46","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-brandenburg.de\/?p=1594"},"modified":"2025-10-08T12:51:47","modified_gmt":"2025-10-08T10:51:47","slug":"nach-peinlichem-fernbleiben-der-landesregierung-bei-klimaschutzkonferenz-buendnisgruene-fordern-ende-des-hickhacks-um-brandenburgs-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/nach-peinlichem-fernbleiben-der-landesregierung-bei-klimaschutzkonferenz-buendnisgruene-fordern-ende-des-hickhacks-um-brandenburgs-klimaschutz\/","title":{"rendered":"Nach peinlichem Fernbleiben der Landesregierung bei Klimaschutzkonferenz \u2013 B\u00fcndnisgr\u00fcne fordern Ende des Hickhacks um Brandenburgs Klimaschutz"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber 150 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft kamen am Dienstag in Cottbus zur Konferenz \u201eNat\u00fcrlicher Klimaschutz: Innovationen f\u00fcr Wirtschaft und Natur in Brandenburg\u201c zusammen. Zu den zentralen Sprecherinnen und Sprechern geh\u00f6rten Prof. Dr. Gesine Grande, Pr\u00e4sidentin der BTU Cottbus\u2013Senftenberg, Prof. Dr. Hermann Lotze-Campen vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung und Dr. Malte Pries von der Pollmeier Massivholz GmbH. Auch Vertreter*innen des Kompetenzzentrums Nat\u00fcrlicher Klimaschutz, der Michael Succow Stiftung, der Hochschule f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und des Leibniz-Instituts f\u00fcr Agrartechnik und Bio\u00f6konomie (ATB) stellten ihre Arbeit vor. Veranstaltet vom Klimab\u00fcndnis Brandenburg mit Unterst\u00fctzung der Lokalen Agenda 21, der Heidehof-Stiftung und des NABU Brandenburg, diskutierten Expert*innen, wie Brandenburg durch nat\u00fcrlichen Klimaschutz widerstandsf\u00e4higer werden und zugleich neue wirtschaftliche Chancen schaffen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Agrar- und Umweltministerin Hanka Mittelst\u00e4dt (SPD) stand, blieben f\u00fchrende Vertreter*innen der Regierungsfraktionen im Landtag sowie aus den Landesministerien dem Austausch jedoch fern. Offenbar war der SPD-Ministerin Hanka Mittelst\u00e4dt ein Fototermin mit Wasserb\u00fcffeln und dem ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz im nah bei Potsdam gelegenen Werder (Havel) wichtiger als der Weg nach Cottbus \u2013 so war es auf der Veranstaltung zu vernehmen. Eine Vertretung wurde auch nicht entsandt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den Podien war auch kein Vertreter des eigentlichen Klimaschutzministeriums. Brandenburgs SPD-Klimaschutzminister Daniel Keller verweigerte die \u00dcbernahme der Schirmherrschaft von Anfang an, weil aus seiner Sicht das Umweltministerium zust\u00e4ndig sei, kritisierte Bj\u00f6rn Ellner, Landesvorsitzender des NABU Brandenburg, auf dem Abschlusspodium. Damit blieb ein wichtiger Impuls der Landesregierung unbesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als zentrales Fazit der Tagung wurde deutlich, dass Brandenburg zwar das Potenzial hat, Vorreiterregion f\u00fcr nat\u00fcrlichen Klimaschutz zu werden \u2013 dies jedoch nur gelingt, wenn Klimaschutz nicht l\u00e4nger als Randthema, sondern als gemeinsame Aufgabe aller Ressorts verstanden wird. Der nat\u00fcrliche Klimaschutz werde in der Landesregierung bislang nicht als gemeinsames Projekt begriffen, so Ellner. Es fehle an Koordination und am politischen Willen zum abgestimmten Handeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Landesvorsitzende der Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen, Andrea L\u00fcbcke, ging nach der Veranstaltung wegen des Fernbleiben der Landesregierung hart mit dieser ins Gericht. \u201eVor den Augen all der Menschen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die sich in Brandenburg t\u00e4glich f\u00fcr den Klimaschutz einsetzen, sich dem Austausch einfach zu verweigern, ist mehr als peinlich und ein fatales Signal\u201c, sagte L\u00fcbcke. \u201eW\u00e4hrend Brandenburg beim Klimaschutz auf der Stelle tritt, liefern sich Umwelt- und Wirtschaftsministerium ein peinliches Zust\u00e4ndigkeits-Pingpong. Dieses Hickhack muss endlich aufh\u00f6ren. Wer so Politik macht, bremst die Zukunft unseres Landes aus. Nat\u00fcrlicher Klimaschutz braucht Zusammenarbeit \u2013 nicht Ausreden. Klimaschutz muss endlich wieder die Priorit\u00e4t in der Landesregierung bekommen, die dieses Thema verdient.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch aus der Lausitz kam ein deutliches Signal f\u00fcr mehr Entschlossenheit: Klimaschutz ist die Grundlage eines erfolgreichen Strukturwandels. Daniel Scholz, Vorsitzender der Cottbuser B\u00fcndnisgr\u00fcnen, sagte am Rande der Konferenz, die Region k\u00f6nne zeigen, wie \u00f6kologischer Fortschritt und wirtschaftliche St\u00e4rke zusammenwachsen. \u201eNur wenn wir Arbeitspl\u00e4tze schaffen, die Klima und Natur respektieren, entsteht echte Zukunftsperspektive f\u00fcr die Lausitz,\u201c so Scholz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christian Sch\u00f6mberg von der Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen\/SUB in der Stadtverordnetenversammlung Cottbus machte deutlich, dass Klimaschutz in der Lausitz weit mehr ist als ein Umweltthema. \u201eHier geht es um die Zukunft unserer Region \u2013 um Wasser, fruchtbare B\u00f6den und gesunde W\u00e4lder als Basis f\u00fcr Arbeit, Energie und Leben in der Lausitz,\u201c sagte Sch\u00f6mberg.<br><br>\u2026<br>Mehr Informationen zur Konferenz<br><a href=\"https:\/\/brandenburg.nabu.de\/wir-ueber-uns\/infothek\/veranstaltungen\/36298.html\">https:\/\/brandenburg.nabu.de\/wir-ueber-uns\/infothek\/veranstaltungen\/36298.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 150 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft kamen am Dienstag in Cottbus zur Konferenz \u201eNat\u00fcrlicher Klimaschutz: Innovationen f\u00fcr Wirtschaft und Natur in Brandenburg\u201c zusammen. 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