{"id":1738,"date":"2025-11-02T10:36:59","date_gmt":"2025-11-02T09:36:59","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-brandenburg.de\/?p=1738"},"modified":"2025-11-02T10:36:59","modified_gmt":"2025-11-02T09:36:59","slug":"klagebegruendung-gegen-geheime-red-bull-vertraege-in-baruth-veroeffentlicht-buendnisgruene-klage-ist-folgerichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/klagebegruendung-gegen-geheime-red-bull-vertraege-in-baruth-veroeffentlicht-buendnisgruene-klage-ist-folgerichtig\/","title":{"rendered":"Klagebegr\u00fcndung gegen geheime Red-Bull-Vertr\u00e4ge in Baruth ver\u00f6ffentlicht \u2013 B\u00fcndnisgr\u00fcne: Klage ist folgerichtig"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Landesvorsitzende der Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen, Dr. Andrea L\u00fcbcke, sieht in der von FragDenStaat erhobenen Klage gegen die Stadt Baruth\/Mark wegen der geheim gehaltenen Wasservertr\u00e4ge mit Red Bull und Rauch einen wichtigen und folgerichtigen Schritt f\u00fcr mehr Transparenz. Die zivilgesellschaftliche Organisation hat Ende Oktober die vollst\u00e4ndige Klagebegr\u00fcndung ver\u00f6ffentlicht, mit der der Zugang zu Umweltinformationen nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) eingeklagt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDiese Klage ist folgerichtig und notwendig,\u201c sagt Dr. Andrea L\u00fcbcke: \u201eWenn ein Gro\u00dfkonzern in einer der trockensten Regionen Deutschlands mehr als 90 Prozent der \u00f6rtlichen Grundwasserf\u00f6rderung bzw. j\u00e4hrlich 2,35 Millionen Kubikmeter beansprucht &#8211; und das bei sinkenden Grundwasserspiegel, muss die \u00d6ffentlichkeit wissen, unter welchen Bedingungen das geschieht. Wasser ist keine Verhandlungsmasse hinter verschlossenen T\u00fcren \u2013 es ist ein Gemeingut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Brandenburg werden schon heute vielerorts mehr Grundwasserreserven entnommen, als sich neu bilden. Im Zuge der geplanten Erweiterung des Standorts in Baruth\/Mark, wo 2023 die Brandenburger Urstromquelle von Red Bull und Rauch \u00fcbernommen wurde, sollen Waldfl\u00e4chen gerodet sowie eine neue Dosenfabrik, Abf\u00fcllanlagen und ein Logistikzentrum errichtet werden \u2013 teilweise im Wasserschutzgebiet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stadt Baruth\/Mark verweigert bislang die Herausgabe der Wasservertr\u00e4ge und verweist auf \u201eBetriebs- und Gesch\u00e4ftsgeheimnisse\u201c. Nach Ansicht der Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen ist diese Begr\u00fcndung nicht \u00fcberzeugend. \u201e\u00d6ffentliche Wasserrechte sollten nicht unter das Firmengeheimnis fallen,\u201c meint L\u00fcbcke: \u201eDie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie \u00fcber ihr Wasser entschieden wird \u2013 insbesondere in Zeiten der Klimakrise und zunehmender Trockenheit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen bekr\u00e4ftigen weiter ihre Forderung, dass sich der Landtag mit den Auswirkungen gro\u00dfindustrieller Wasserentnahmen befassen muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Fraktionen im Landtag d\u00fcrfen beim Thema Umwelt und Wasser nicht die Augen verschlie\u00dfen\u201c, mahnt L\u00fcbcke: \u201eEs braucht eine \u00f6ffentliche Anh\u00f6rung aller Beteiligten, damit Transparenz und Beteiligung nicht l\u00e4nger von Kommunen und Unternehmen blockiert werden. Wasser ist ein \u00f6ffentliches Gut \u2013 und damit Sache des Landes.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die m\u00f6gliche Erh\u00f6hung der industriellen Wasserentnahme durch Red Bull und seine Tochterfirmen in Baruth sorgt seit Monaten f\u00fcr Proteste. In der Region s\u00fcdlich von Berlin geht es um ein Vielfaches dessen, wor\u00fcber in den vergangenen Jahren bei der Debatte um Tesla in Gr\u00fcnheide gestritten wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den 2,55 Millionen Kubikmetern Grundwasser, die die Stadt Baruth j\u00e4hrlich f\u00f6rdern darf, sollen rund 2,35 Millionen Kubikmeter (92 %) in die industrielle Getr\u00e4nkeproduktion flie\u00dfen \u2013 nur 204.000 Kubikmeter (8 %) bleiben f\u00fcr die regionale Trinkwasserversorgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Organisation FragDenStaat haben am 14. Juli 2025 beim Verwaltungsgericht Potsdam Klage eingereicht (Az. VG 9 K 498\/25 DKA). Ziel ist die Offenlegung der Vertr\u00e4ge zwischen der Stadt Baruth\/Mark, dem Eigenbetrieb WABAU, sowie den Unternehmen Red Bull, Rauch und der Brandenburger Urstromquelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4ger berufen sich auf das Umweltinformationsgesetz (UIG), das \u00f6ffentliche Stellen verpflichtet, Umwelt- und Ressourcendaten offenzulegen, sofern keine \u00fcberwiegenden privaten Interessen entgegenstehen. Nach Ansicht von FragDenStaat f\u00e4llt die Wasserversorgung eindeutig in die \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge \u2013 weshalb sich Beh\u00f6rden und kommunale Betriebe nicht hinter Gesch\u00e4ftsgeheimnissen verstecken d\u00fcrfen.<br><br>\u2026.<br>Mehr Informationen<br>30. Oktober 2025 \u201eRed Bulls geheime Vertr\u00e4ge in Brandenburg\u201c (mit Klagebegr\u00fcndung)<br><a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/artikel\/klagen\/2025\/10\/klage-red-bull-brandenburg\/\">https:\/\/fragdenstaat.de\/artikel\/klagen\/2025\/10\/klage-red-bull-brandenburg\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landesvorsitzende der Brandenburger B\u00fcndnisgr\u00fcnen, Dr. Andrea L\u00fcbcke, sieht in der von FragDenStaat erhobenen Klage gegen die Stadt Baruth\/Mark wegen der geheim gehaltenen Wasservertr\u00e4ge mit Red Bull und Rauch einen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":1739,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1738","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pressemitteilung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/678"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1738"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1738\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1740,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1738\/revisions\/1740"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress02.gcms.verdigado.net\/gruene-brandenburg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}