Viele Ideen für Malente. Jetzt geht die Arbeit weiter.

Blick entlang der Bahnhofstraße in Malente mit Apotheke, Geschäften, Bäumen, Gehweg und Autos auf der Straße.
Mila Haegele | Bündnis 90/Die GRÜNEN Malente

Knapp 30 Menschen, viele Perspektiven und jede Menge konkrete Hinweise: Bei unserem Stammtisch am 27. August 2026 zur Mobilität haben wir gemeinsam darüber diskutiert, wo es auf Malentes Straßen und Wegen hakt – und was besser werden kann. Für uns ist klar: Die Ideen des Abends sollen nicht am Stammtisch enden. Wir nehmen sie mit in die weitere Arbeit unseres Arbeitskreises Mobilität und in unser Verkehrskonzept. Und wir wollen transparent zeigen, was daraus wird.

Wo Malente heute ins Stocken gerät

Wo wird es gefährlich? Welche Verbindung fehlt? Wo ist das Tempo zu hoch? Und wie können wir Straßen und Wege so gestalten, dass alle gut und sicher unterwegs sind?

Beim Stammtisch am 27. August wurde schnell deutlich: Das Thema Mobilität bewegt viele Menschen in Malente. Besonders intensiv diskutiert wurde über die Situation in der Plöner Straße, aber auch über die Bahnhofstraße und die Eutiner Straße.

Zur Sprache kamen unter anderem der Zustand der Straßen, hohe Geschwindigkeiten und Geschwindigkeitsverstöße, der Schwerlastverkehr, die Lärmbelästigung sowie fehlende, unübersichtliche oder unzureichende Radwege. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf sicheren Wegen für Kinder und ältere Menschen.

Auch die Frage, welchen Einfluss die Verkehrssituation auf die Attraktivität Malentes gerade als Kurort und Touristenregion für Einheimische und Gäste hat, spielte eine wichtige Rolle. 

Wir haben uns besonders darüber gefreut, dass sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven eingebracht haben.

Unter den Teilnehmenden waren auch Vertreter*innen anderer politischer Gruppen und kommunaler Gremien. So wurde aus dem Stammtisch eine intensive und teilweise durchaus kontroverse Diskussion mit mehr als einem Dutzend konkreter Vorschläge und Anregungen.

Mehr als von A nach B 

Für uns geht es bei einem Verkehrskonzept nicht allein darum, wie Autos, Fahrräder, LKWs oder Busse möglichst schnell von A nach B kommen. Mobilität entscheidet auch darüber, wie sicher wir uns im Alltag bewegen und wie lebenswert unser Ort ist. 

Das zeigt sich zum Beispiel in der Bahnhofstraße: Sie ist Verkehrsader, Einkaufsstraße und öffentlicher Raum zugleich. Wie können hier sichere Wege, Erreichbarkeit und mehr Aufenthaltsqualität zusammenkommen?

Was passiert jetzt mit den Ideen?

Die Hinweise und Vorschläge des Abends werden nun im Arbeitskreis Mobilität ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung unseres Verkehrskonzepts ein.

Einige Themen standen bereits vorher auf unserer Agenda, andere sind durch die Diskussion stärker in den Fokus gerückt.

Dabei geht es unter anderem um sichere und durchgängige Wege für den Rad- und Fußverkehr, bessere Verbindungen zwischen den Ortsteilen und dem Zentrum, weniger Verkehrsbelastung und Lärm sowie mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität im Ortszentrum. Auch die bessere Verknüpfung von Bahn, Bus, Fahrrad und Auto sowie mehr Grün und Klimaanpassung gehören für uns dazu.

Warnschild mit Ausrufezeichen und Zusatzschild „Straßenschäden“ an einem begrünten Straßenrand in Malente.

Der Arbeitskreis Mobilität

Aus dem Stammtisch nehmen wir ganz konkrete Fragen für die weitere Arbeit mit:

  • Welche Möglichkeiten hat die Gemeinde, die Verkehrsbelastung zu reduzieren und welchen Beitrag können dabei die für Malente vorgesehenen Mittel aus dem Sondervermögen leisten?
  • Wie können Schwerlastverkehr und die damit verbundene Lärmbelastung reduziert werden?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Tempo 30 auch auf übergeordneten Durchgangsstraßen umzusetzen, wie es in anderen Orten bereits der Fall ist?
  • Welche besonderen Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsreduzierung hat Malente als Luftkurort?
  • Wie können Straßen und Wege für alle übersichtlicher und sicherer werden – insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen?
  • Können häufigere Geschwindigkeitskontrollen und weitere Maßnahmen dazu beitragen, dass Tempolimits besser eingehalten werden?
  • Wie könnte ein mehrstufiges Verkehrskonzept für Malente aussehen, das Maßnahmen nach Dringlichkeit, Wirkung und Finanzierbarkeit priorisiert und schrittweise umsetzt?

Nicht auf jede dieser Fragen wird es sofort eine einfache Antwort geben. Manche Veränderungen liegen in der Verantwortung der Gemeinde, bei anderen sind Kreis, Land oder weitere Akteur*innen gefragt. Umso wichtiger ist es für uns, Probleme konkret zu benennen, mögliche Lösungen zu entwickeln und sichtbar zu machen, was wir politisch weiterverfolgen.

Und wir sammeln weiter
Mit dem Stammtisch ist die Beteiligung deshalb ausdrücklich nicht vorbei. Denn ein gutes Verkehrskonzept entsteht gemeinsam mit den Menschen, die hier unterwegs sind.

Die Mobilität in Malente mitgestalten

Wer Ideen einbringen und bei unserem Arbeitskreis Mobilität mitarbeiten möchte, kann sich gern bei uns melden. Außerdem haben alle Malenter*innen am 12. September 2026 bei unserem Infostand in der Bahnhofstraße 18/20, Malente die Gelegenheit, sich mit uns über erste Ideen auszutauschen.

Die Mobilität
in Malente mitgestalten

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