Im Mai 2025 haben wir am Lenter Platz den Dialog mit Bürger*innen gesucht. Ohne Reden oder große Bühne, sondern mit offenen Ohren und viel Neugier: Was bewegt die Menschen in Malente? Was wünschen sie sich für ihre Gemeinde?
„In vielen Gesprächen wurde deutlich: Es fehlt an Entwicklung. Besonders in der Bahnhofstraße wünschen sich viele Menschen Veränderung. Wir wollten wissen, was die Menschen in Malente bewegt.“ Elke Weyersberg, Vorstandssprecherin OV Grüne Malente
Viele Anregungen aus diesen Gesprächen haben wir aufgegriffen und in einem Sofortprogramm für die Bahnhofstraße gebündelt.
Ziel ist es, kurzfristig sichtbare Veränderungen anzustoßen und zugleich die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung zu legen.
Kurzfristige Maßnahmen (0–12 Monate): Erste Schritte für eine lebendigere Bahnhofstraße
- Pop-Up-Nutzung von Leerstand: Befristete Aktionen in leerstehenden Läden, z. B. Galerie, Upcycling-Werkstatt, Schülerprojekte, Co-Working, Food-Pop-Up, Workshop-Space oder Indoor-Märkte für lokale Händler*innen, Landwir*tinnen oder Kunsthandwerker*innen.
- AG Bahnhofstraße gründen: Ein Netzwerk aus Eigentümer*innen, Vereinen, Verwaltung und Politik, um gemeinsam eine Vision zu entwickeln und erste Aktionen umzusetzen.
- Schaufensteraktion „Malente denkt Zukunft“: Gestaltung leerer Schaufenster mit Ideen, historischen Fotos und Kunst von Bürger*innen.
- Veranstaltungsbrücke zum Kurpark: Kleine Kurpark-Events (wie z.B. Konzerte, Lesungen etc.) könnten in die Bahnhofstraße verlängert werden – mit Info- oder Kreativständen. So entsteht eine Verbindung zwischen zwei wichtigen Orten in Malente. Mehr zu den Herausforderungen und Ideen rund um den Kurpark findet ihr hier.
Mittelfristige Projekte (1–3 Jahre): Mehr Leben, Kultur und Begegnung auf lange Sicht
- Bürgerzentrum / Co-Working-Café: Ein Ort für Begegnung, Kreative und Gründer*innen – z. B. im Bahnhof oder einem leerstehenden Geschäft.
- Mikroförderung für Begrünung & Fassaden: Zuschüsse für Eigentümer*innen, um Pflanzkübel, Sitzgelegenheiten oder Kunst im öffentlichen Raum zu ermöglichen.
- Verkehrsversuch mit Tempo 40: Mehr Aufenthaltsqualität durch Tempo 40, Markierungen und Pflanzinseln – zunächst testweise auf einem Teilabschnitt.
- Radstation am Bahnhof: Sicherer Abstellort für Räder, ergänzt durch Service-Angebote.
Wie lässt sich die Bahnhofstraße in Malente attraktiver gestalten? Unser Sofortprogramm zeigt erste Ideen.
Fördermittelstrategie: Wie lassen sich diese Projekte finanzieren?
Damit die Ideen Realität werden, braucht es die passenden Förderungen. Möglichkeiten sehen wir z. B. bei:
- LEADER (AktivRegion Wagrien-Fehmarn): Bürgerzentrum, AG Bahnhofstraße, Kunstaktionen
- Innenstädte der Zukunft (MELUND SH): Zwischennutzung, Verkehrsversuch
- EFRE / IB.SH: Digitalisierung, energetische Sanierung leerer Läden
- BULE+ (BMEL): Beteiligung, Netzwerke, soziale Innovationen
- Städtebauförderung: Umnutzung, Barrierefreiheit, Gestaltung öffentlicher Räume
Unser Ziel: Bahnhofstraße mit Zukunft
Wir wollen die Bahnhofstraße wieder zu einem lebendigen Ort machen: attraktiv zum Flanieren, interessant für Urlaubsgäste, offen für neue Geschäfte und Konzepte – und damit auch eine echte Förderung des Potenzials in unserer Region. Dafür setzen wir auf kleine Schritte, die schnell sichtbar sind, und auf langfristige Ideen, die Malente nachhaltig stärken.
Einige Eindrücke vom Tag haben wir schon auf Instagram geteilt. Hier im Blog greifen wir die Stimmen und Stimmungen noch einmal auf – als Impuls für die nächsten Schritte und als Einladung zum Mitmachen.
Habt ihr selbst Ideen oder Wünsche für ein lebendiges Malente?
Dann schreibt uns, wir hören zu!