Warum ein Ja zur Energiewende nicht automatisch ein Ja zu jeder Fläche bedeutet
Unsere Einordnung zur aktuellen PV-Planung rund um Nüchel
Photovoltaik ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, auch in Malente. Entscheidend ist aber nicht nur, welche Flächen angeboten werden, sondern welche Standorte sich nach einer umfassenden Prüfung tatsächlich für große PV-Anlagen eignen.
Am 18. August 2026 um 18 Uhr beschäftigt sich der Planungsausschuss erneut mit dem Thema – im Haus des Kurgastes, Kursaal, Bahnhofstraße 4a in Bad Malente-Gremsmühlen.

Bereits vor dem förmlichen Bauleitplanverfahren hatte die Gemeinde deshalb eine Potenzialanalyse auf den Weg gebracht. Ihr Sinn liegt gerade darin, geeignete und möglichst konfliktarme Standorte zu identifizieren. Werden später weitere Flächen aufgenommen, die dort nicht als geeignete Potenzialflächen ausgewiesen waren, sollten diese besonders sorgfältig geprüft werden.
Genau dafür ist Bauleitplanung da: unterschiedliche Belange zu ermitteln, zu bewerten und gegeneinander abzuwägen. Dazu gehören unter anderem Landschaftsbild, Flächenumfang, Biotopverbund, Arten- und Naturschutz, landwirtschaftliche Nutzung und auch die Auswirkungen auf benachbarte Wohnbebauung.
Einen pauschalen Mindestabstand von Solarparks zu Wohnhäusern gibt es dabei nicht. Umso wichtiger ist es, die jeweilige Situation vor Ort zu betrachten: Wie nah rückt eine Anlage an Wohnhäuser heran, wie wirkt sie sich auf das Landschaftsbild und die Wohnumgebung aus und welche Möglichkeiten zur Eingrünung oder zur Vergrößerung von Abständen bestehen? Der Solarerlass des Landes versteht die Standortwahl ausdrücklich als umfassende planerische Abwägung. (www.schleswig-holstein.de)
Angebotene Flächen sind noch keine geeignete Flächen.
Ein Aufstellungsbeschluss ist deshalb auch keine Vorentscheidung für jede einzelne Fläche. Ein laufendes Verfahren muss offen für neue Erkenntnisse bleiben und die Flächenkulisse verändern können, wenn sich erhebliche Konflikte zeigen.
Zu einer sachgerechten Entscheidung gehört außerdem, dass den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern die wesentlichen fachlichen Hinweise bekannt sind. Dazu zählen selbstverständlich auch erhebliche Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde.
Für uns ist klar: Ein Ja zur Energiewende bedeutet nicht automatisch ein Ja zu jeder Fläche. Ziel muss sein, diejenigen Standorte auszuwählen, an denen Photovoltaik mit möglichst geringen Konflikten umgesetzt werden kann.
Am 18. August 2026 um 18 Uhr beschäftigt sich der Planungsausschuss erneut mit dem Thema – im Haus des Kurgastes, Kursaal, Bahnhofstraße 4a in Bad Malente-Gremsmühlen. Die Sitzung ist öffentlich – kommt gern vorbei und informiert euch.